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"Menschen vor Ort zum Handeln befähigen"

10. Juni 2012 - Seit mehr als drei Jahren arbeitet der Verein ÄRZTE HELFEN mit der ASB-Klinik in Gambia zusammen. Nach dem erfolgreichen Aufbau und laufendem Betrieb einer zahnmedizinischen Abteilung, verstärkt der Verein nun sein Engagement für den allgemeinen Klinikbetrieb. Dank einer Spende von DENTSPLY Friadent kann nun ein weiterer Schritt unternommen werden.

Mam Begay Mbye und Buba Jadama

„Die Menschen vor Ort zum Handeln zu befähigen ist ein wichtiger Aspekt unserer Vereinsarbeit. Deshalb war es bereits im zahnmedizinischen Bereich für uns besonders wichtig mit einheimischem Personal zusammenzuarbeiten, das wir mit Hilfsgütern und medizinischem Know-how unterstützen“, sagt Dr. Steffen Köhler, Vereinsvorsitzender von ÄRZTE HELFEN. Dieser Ansatz soll auch auf die Zusammenarbeit mit der Klinik insgesamt übertragen werden. Ein Schritt ist nun ein Praktikum von zwei Klinikmitarbeitern in Deutschland. „Während der zwei Wochen im Juli wird die Geburtshelferin Mam Begay Mbye und die leitende Pflegekraft Buba Jadama in medizinischen Einrichtungen des ASB Lüneburg weitergebildet. Sie absolvieren ein Praktikum in der ambulanten Pflege und erhalten eine Fortbildung zum Thema Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaftsvorsorge.“ Die Klinikleitung plant das Vorhaben schon eine Weile und freut sich nun über die Hilfe bei der Umsetzung.


Als schwierig stellte sich jedoch bisher die Finanzierung des Vorhabens dar. „Dank der Unterstützung von DENTSPLY Friadent kann diese notwendige Qualifizierung der Klinikmitarbeiter nun doch stattfinden“, berichtet Dr. Köhler, der auf dem Ostseekongress in Warnemünde eine Spende von 5.000,- Euro entgegennehmen konnte. Dies sei die konsequente Fortsetzung einer guten Partnerschaft, so der Vereinsvorsitzende. Das Unternehmen unterstütze den Verein seit Beginn an und habe somit einen wesentlichen Anteil am Erfolg der bisherigen Arbeit.

DENTSPLY Friadent war schon 2008 dabei, als es um die finanzielle Hilfe für die karitative Rally Dresden-Dakar-Banjul ging, die als Initialzündung für ÄRZTE HELFEN zu sehen ist. Zudem ermöglichte der Implantathersteller den Transfer von zwei Zahnmedizin-Absolventinnen im März 2011, die für vier Wochen in der Partnerklinik praktizierten.

Die Klinik über unser zahnmedizinisches Engagement hinaus insgesamt zu unterstützen, bekommt zunehmende Bedeutung für die Vereinsarbeit. Die auf diesem Weg eröffnete Chance der Weiterbildung des Klinikpersonals ist daher das richtige Zeichen an die Klinikleitung und die gesamte Mitarbeiterschaft. Doch immer wieder tun sich neue Bedarfe auf. „Als Nächstes ist der Jahreseinkauf an Medikamenten und deren Verschiffung von Europa nach Gambia zu finanzieren“, benennt Dr. Köhler die kommende Herausforderung. „Der Medikamenteneinkauf muss immer noch in Europa erfolgen. Das ist ganz einfach eine Frage des Geldes und vor allem der Qualität. Zu oft gibt es in Afrika nur schlechte Fälschungen und die Herkunft ist nicht nachzuvollziehen – das alles für ein Vielfaches der Kosten gegenüber dem Einkauf in Europa.“ Für Spenden sei man daher sehr dankbar. Die Kosten für Medikamente und Verschiffung belaufen sich insgesamt auf ca. 18.000 Euro.

Der Vereinsvorsitzende unterstreicht abschließend: „Auch kleine Beträge helfen uns weiter. Es geht immerhin um die medizinische Versorgung für über 36.000 Menschen pro Jahr!“

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