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Vereinsteam kehrt zurück - Behandlungsräume wieder voll funktionstüchtig

05. Februar 2014 - Der durchgängige Praxisbetrieb in den zwei Behandlungsräumen des Projektes TEETH hinterlässt selbst an der zuverlässigsten Technik seine Spuren. Reparatur, Wartung und teilweiser Austausch der Praxisausstattung war daher erneut Hauptaufgabe während des alljährlichen Besuchs des Vereinsteams in der Partnerklinik in Serrekunda. Trotz vielfältiger Aufgaben zeigten sich die Vereinsmitglieder sehr zufrieden mit den bestehenden Gegebenheiten und dem allgemeinen Zustand der Praxisräume.

„Unter dem Jahr können nur die notwendigsten Reparaturen in den Praxisräumen durchgeführt werden“, erklärt Thomas Neumann, 2. Vorsitzender von ÄRZTE HELFEN. „Insbesondere für die Behandlungseinheiten braucht es jedoch die Fachkenntnisse eines versierten Technikers. Hier stoßen die Kenntnisse des örtlichen Personals noch an ihre Grenzen. Wir sind daher sehr dankbar, dass der Dentaltechniker Rüdiger Brückner wiederholt unser Team begleitet und seine Fähigkeiten zum Einsatz bringt.“ Brückner, der sich seit Jahren engagiert und Ehrenmitglied ist, nutzt die Reparaturprozesse außerdem, um dem gambianischen Personal wichtige Handgriffe und notwendige Wartungsabläufe zu erklären.
Bei manchen Schäden muss jedoch auch Brückner die Segel streichen, weshalb diesmal der Austausch eines kompletten Behandlungsstuhls notwendig wurde, der bereits mit dem letzten Container geliefert wurde. Die alten Teile wurden eingelagert und dienen als Ersatzteilspender für kommende Reparaturen. Während des Aufenthaltes konnten zudem weitere technische Geräte der Klinik in Stand gesetzt werden. Die Klinikleiterinnen freuten sich über die Unterstützung, da dies sowohl für den täglichen Klinikbetrieb als auch das in der ersten Februarwoche stattfindende Projekt FACE unabdingbar ist.

Oral Health Worker Modou Ann bei der Bahndlung eines Patienten Oral Health Worker Modou Ann bei der Bahndlung eines Patienten

Als wichtige Neuerung für die zahnmedizinische Diagnostik konnte ein Röntgengerät mit digitaler Ausgabe installiert werden. Das Praxisteam erhielt eine entsprechende Einweisung, die in den folgenden Wochen durch die deutschen Transferärzte fortgesetzt wird. Zudem kamen zwei neue Instrumententische in die Behandlungsräume, welche die Firma DEMED Dental Medizintechnik kürzlich spendete.

Das Auswertungsgespräch mit den Klinikleiterinnen Beatrice Weigelt und Gudrun Lehmbeck verlief erneut sehr positiv. Beide bestätigten den wichtigen Beitrag der Praxis zum Gesamthaushalt der Klinik. Auch die Patientenzahlen sind stabil. Vor diesem Hintergrund reduziert ÄRZTE HELFEN den jährlichen Beitrag zum Praxisbetrieb für TEETH auf 5000 Euro. Somit freiwerdende Mittel sollen künftig flexibel für die Unterstützung auftretender Bedarfe eingesetzt werden, wie beispielsweise das Projekt 101 Kinder+, FACE oder dem Einkauf von Medikamenten.

Kinder beim Zähneputzen Kinder beim Zähneputzen

Ein kleiner Wermutstropfen sind noch immer die wenigen an Füllungen, um die Zahnsubstanz zu erhalten. Sie stehen einer sehr hohen Anzahl an gezogenen Zähnen gegenüber. Dieser Aspekt wurde auch im Gespräch mit dem Oral Health Worker Momodou Ann thematisiert, der für die ganzjährige zahnmedizinische Versorgung verantwortlich ist. Der Erhalt von Zähnen soll künftig noch stärker in den Vordergrund treten, so dies medizinisch machbar ist. Hier gilt es, die Patienten stärker von den Vorteilen zu überzeugen. Die Ausstattung mit Füllungsmaterialen ist derzeit äußerst gut und sollte stärker genutzt werden.

Auch in diesem Jahr ließ es sich das Team bestehend aus Christoph Köhler, Marko Kramer, Nico Heinemann, Rüdiger Brückner und Thomas Neumann nicht nehmen, mit Zahnbürsten und Zahnpasta ausgestattet, für die richtige Zahnpflege zu werben. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erfolgte eine Zahnputzaktion, die allen sichtlich Freude bereitete. Für die notwendige Mobilität des Teams sorgte diesmal das von Toyota Yvel aus Düsseldorf im vergangenen Jahr gespendete Fahrzeug.

„Wir können wirklich zufrieden sein“, stellt Thomas Neumann bei der Abreise fest. „Die Infrastruktur funktioniert weitgehend und der leider immer wieder auftretende Schwund an Materialien ist sehr gering. Dieses Niveau wollen wir auch in den kommenden Jahren halten und den Menschen weiterhin einen erschwinglichen Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung sichern. Unser Dank geht insbesondere an Rüdiger Brückner und die Klinikleitung. Ohne die zuverlässige Zusammenarbeit wäre der hohe Versorgungsstandart wohl kaum zu halten.“

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